Verkäufer können verpflichtet sein, über bestimmte für die Kaufentscheidung wesentliche Umstände aufzuklären. Welche Informationen unaufgefordert mitzuteilen sind, hängt von Kenntnis, Bedeutung und den Umständen des Einzelfalls ab.
Nicht jede Situation gleich behandeln
Die rechtliche Beurteilung unterscheidet etwa zwischen erkennbaren Umständen, konkreten Nachfragen und verborgen gebliebenen Problemen. Ein allgemeiner Haftungsausschluss schützt nicht ohne Weiteres bei arglistigem Verschweigen; § 444 BGB setzt hier Grenzen.
Informationen nachvollziehbar festhalten
Dokumentieren Sie bekannte Schäden, Untersuchungen und Reparaturen mit den vorhandenen Unterlagen. Antworten auf Käuferfragen müssen zum eigenen Kenntnisstand passen. Ob eine bestimmte Information ausreicht und wie sie in die Vertragsvorbereitung gehört, sollte bei Zweifeln rechtlich geklärt werden.
