Das Vergleichswertverfahren leitet den Wert einer Immobilie aus geeigneten Vergleichspreisen oder Vergleichsfaktoren ab. Entscheidend sind die Vergleichbarkeit der Objekte und eine sachgerechte Anpassung von Unterschieden.
Was vergleichbar sein muss
Lage, Grundstücksmerkmale, Gebäudeart, Größe, Zustand, Nutzung und Zeitpunkt der Transaktion beeinflussen die Aussagekraft. Relevante Abweichungen müssen berücksichtigt werden. Viele Inserate allein ergeben noch keine belastbare Vergleichsgrundlage.
Angebotspreise richtig einordnen
Ein Angebotspreis zeigt eine Preisvorstellung. Ein tatsächlich erzielter Kaufpreis beschreibt eine abgeschlossene Transaktion. Beide Datenarten dürfen nicht unkommentiert vermischt werden. Welche Daten verwendet wurden und wie Anpassungen erfolgten, sollte in der Bewertung nachvollziehbar sein. Das Verfahren liefert eine begründete Wertermittlung; es garantiert keinen späteren Verkauf zu exakt diesem Betrag.
