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Zinseszins

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Zinseszins entsteht, wenn gutgeschriebene Zinsen im Kapital verbleiben und in späteren Perioden selbst verzinst werden. Der Effekt setzt eine entsprechende Wiederanlage oder Verzinsungsregel voraus.

Die Grundformel

Bei konstantem Zinssatz und jährlicher Verzinsung gilt: Endkapital = Anfangskapital × (1 + Zinssatz)^Jahre. Der Zinssatz wird dabei als Dezimalzahl eingesetzt. Zusätzliche Einzahlungen, Entnahmen, Gebühren und Steuern sind in dieser einfachen Formel nicht enthalten.

Übertragung auf Immobilien vermeiden

Eine Immobilie wächst nicht allein deshalb nach der Zinseszinsformel, weil ihr Wert über mehrere Jahre betrachtet wird. Mietüberschüsse müssten tatsächlich wiederangelegt werden, und Renditen sind nicht automatisch konstant. Bei einem üblichen tilgenden Darlehen sinkt wiederum die Restschuld. Für eine Immobilienrechnung müssen Zahlungsströme und Annahmen deshalb gesondert modelliert werden.

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